Etwa jeder 5. Todesfall durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist auf Umweltverschmutzung zurückzuführen, warnen internationale Herzgesellschaften in einem Appell für mehr Klima- und Umweltschutz.
Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) unterstützt dies: Aus Sicht der Inneren Medizin sind vor allem Luftverschmutzung, Hitze sowie Lärm zentrale gesundheitliche Risikofaktoren im gesamten Spektrum internistischer Erkrankungen – allesamt Faktoren mit teilweise weiterhin steigender Belastung.
Als Konsequenz fordert die DGIM deshalb, Umweltbelastungen systemisch in Prävention, Krankenversorgung und politische Entscheidungen stärker einzubeziehen als das bisher der Fall ist – wissenschaftsbasiert, patientenorientiert und mit Blick auf vulnerable Bevölkerungsgruppen.
Die aktuelle DGIM-Vorsitzende Prof. Dr. med. Dagmar Führer-Sakel (Essen) äußerte sich dazu wie folgt: „Gesundheit ist ein Zusammenspiel aus inneren und äußeren Faktoren. Umweltstressoren erhöhen das Risiko nicht nur für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern auch für Krebs, Diabetes und Adipositas sowie viele weitere internistische Erkrankungen.“
Pressemitteilung der DGIM, Januar 2026