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Prostatahyperplasie

Metaanalyse zur Prostata-Arterien-Embolisation

17.5.2022

Die Embolisation von Prostataarterien bringt ähnlich gute symptomatische und Lebensqualität-Verbesserungen wie die transurethrale Prostataresektion. Das zeigt sich in einer Metaanalyse einer südkoreanischen Cochrane-Gruppe. Allerdings bleiben einige Fragen offen.

Wie bekannt, ist die Prostata-Arterien-Embolisation (PAE) eine minimalinvasive Behandlungsalternative für die transurethrale Resektion der Prostata (TURP) bei der Behandlung von Symptomen der unteren Harnwege (LUTS) bei Männern mit benigner Prostatahyperplasie (BPH). Die koreanische Gruppe fand acht Studien, die die arterielle Prostataembolisation mit der transurethralen Resektion der Prostata verglichen hatten. Bei sechs von acht handelte es sich um randomisierte kontrollierte Studien (RCT), bei den beiden anderen Studien hatten Patienten und ihre Ärzte selbst über den jeweiligen Eingriff entschieden. Zudem wurde eine Studie eingeschlossen, bei der die PAE mit einem Placeboeingriff verglichen worden war. Studien zum Vergleich der arteriellen Prostataembolisation mit anderen Behandlungen als der transurethralen Resektion der Prostata wurden nicht identifiziert.

Auf Grundlage einer Nachbeobachtungszeit von bis zu 24 Monaten, so das Hauptergebnis der Metaanalyse, können die arterielle Prostataembolisation und die transurethrale Resektion der Prostata ähnlich gut zur Linderung der LUTS-Symptome beitragen. Auch die Lebensqualität von Männern mit symptomatischer BPH wird in ähnlicher Weise verbessert. Unklarheit hinsichtlich schwerwiegender unerwünschter Wirkungen konnte die Metaanalyse nicht beseitigen. Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass eine PAE die Wiederbehandlungsrate wegen der gleichen Indikation erhöht. Erektionsprobleme unter PAE stellen sich ähnlich dar wie unter TURP, eine PAE könnte aber Ejakulationsprobleme verringern.

Die Autoren warnen, dass die Vertrauenswürdigkeit der Evidenz hinsichtlich der Endpunkte hauptsächlich niedrig oder sehr niedrig war, was letztlich natürlich besser konzipierte, größere Studien mit längerer Nachbeobachtung erforderlich macht.

Jung JH et al., Cochrane Database Syst Rev 2022 Mar 29; 3(3): CD012867, DOI 10.1002/14651858.CD012867.pub3, PMID 35349161

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