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Onkologie

Multiples Myelom

Risikoreduktion durch Isatuximab

9.9.2020

Im Mai 2020 hat die Europäische Kommission Isatuximab in Kombination mit Pomalidomid und Dexamethason zur Behandlung des rezidivierten und refraktären Multiplen Myeloms bei Erwachsenen mit zwei voraus­gegangenen Therapien, darunter Lenalidomid und einen Proteasom-Inhibitor, zugelassen.

Das Multiple Myelom (MM) ist das zweithäufigste hämatologische Malignom (Blutkrebserkrankung). In Deutschland erkranken jährlich rund 3.900 Männer und rund 3.000 Frauen daran. Es zählt zu den malignen lymphoproliferativen Erkrankungen des B-Zell-Systems. Das MM ist durch eine monoklonale Vermehrung von Plasmazellen im Knochenmark mit gesteigerter Produktion kompletter oder inkompletter Immunglobuline (Ig) gekennzeichnet. Die genauen Ursachen der Erkrankung sind bislang noch nicht geklärt. Die Entwicklung verläuft über die monoklonale Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS) und das Smoldering Myelom (SMM) bis hin zum klinisch manifesten MM. Trotz verfügbarer Behandlungen ist es nicht heilbar und stellt somit eine bedeutende Krankheitslast dar. Deshalb ist die Entwicklung weiterer neuer Substanzen enorm wichtig. Derzeit wird der monoklonale Antikörper Isatuximab untersucht. Er bindet selektiv an ein spezifisches Epitop des humanen CD38-Rezeptors, der auf Myelomzellen häufig vermehrt exprimiert wird. Somit ist der Rezeptor eine geeignete Zielstruktur für die Behandlung mit Antikörpern. Der Wirkstoff soll den programmierten Tumorzelltod (Apoptose) und eine immunmodulatorische Aktivität induzieren. Dadurch werden mehrere Folgereaktionen ausgelöst: die Induktion von Antikörper-abhängiger zellulärer Zytotoxizität (ADCC), Komplement-abhängiger Zytotoxizität (CDC) und Anti­körper-abhängiger zellulärer Phagozytose (ADCP), die Hemmung der ektoenzymatischen Aktivität von CD38, eine Immunmodulation und die direkte Induktion der Apoptose, d. h. des programmierten Tumorzelltodes. Die Kombination von Isatuximab mit POM-DEX (Isatuximab-Kombinationstherapie; n = 154) konnte in der Phase-III-Studie ICARIA-MM eine statistisch signifikante Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS) erzielen. Das mediane PFS betrug unter der Isatuximab-Kombinationstherapie 11,53 Monate und unter der alleinigen Gabe von POM-DEX (n = 153) 6,47 Monate (Hazard Ratio 0,596; 95%-KI 0,44–0,81; p = 0,001). Die Gesamtansprechrate unter der Isatuximab-Kombinationstherapie fiel signifikant höher aus als nach alleiniger Gabe von POM-DEX (60,4 % vs. 35 %; p 

Online-Pressekonferenz „Update zu Isatuximab: Aktuelle Studien­daten und die Notwendigkeit neuer Therapieoptionen für Patienten mit Multiplem Myelom“ (Veranstalter Sanofi-Aventis Deutschland GmbH), Meet-the-Expert zum 25. EHA 2020, Juni 2020

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