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Dermatologie Kompakt & praxisnah 2024

Leitlinien und Versorgungsalltag

Therapie epithelialer Tumoren

Martha-Luise Storre

19.3.2024

Dass Vision und Praxis oftmals weit auseinanderliegen, ist keine neue Erkenntnis. Dies zeigt sich beispielsweise auch bei der Therapie epithelialer Tumoren.

So sei beim Basalzellkarzinom (BCC) mit niedrigem Rezidivrisiko (Tumordicke ≤ 2 mm) laut der Leitlinien eine Schnittrand-kontrollierte Exzision oder Exzision mit 3–5 mm Sicherheitsabstand die Therapie der ersten Wahl, wie Prof. Dr. med. Ulrike Leiter-Stöppke (Tübingen) vorstellte. In der Praxis hingegen komme es häufiger zum Einsatz von Kürettage oder Kryochirurgie bei superfiziellen BCC – mit sehr guten Ergebnissen hinsichtlich nachhaltiger Entfernung, Patientenzufriedenheit und gutem kosmetischen ­Outcome, berichtete Prof. Dr. med. Margit Huber (Landshut). Für die Behandlung aktinischer Keratosen (AK) hätten lokale Therapien wie die photo­dynamische Therapie, 5-Fluorouracil 4 % als Creme oder Tirbanibulin 1 % als Salbe aufgrund der hohen Effektivität in klinischen Studien Eingang in die Leitlinien gefunden, so Leiter-Stöppke. Im Praxisalltag hingegen zeige sich laut Huber häufig eine unbefriedigende Wirksamkeit, die mit einer mangelnden Therapieadhärenz zu erklären sei. „Die Therapie­motivation und -erwartungen von AK-Betroffenen spielen im Versorgungsalltag eine ernst zu nehmende Rolle“, so Huber.

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