Selbst ein moderates Laufpensum kann einer aktuellen Studie zufolge den kognitiven Rückgang nahezu halbieren, berichtete Prof. Dr. med. Peter Berlit (Berlin).
Bei 296 kognitiv unbeeinträchtigten Personen wurde bis zu 14 Jahre lang die mittels Schrittzähler gemessene körperliche Aktivität, Aβ- und Tau-PET-Daten sowie jährliche kognitive Fähigkeiten gemessen. Analysiert wurde, ob körperliche Aktivität mit einem langsameren kognitiven und funktionellen Rückgang durch unterschiedliche Ausprägung der Aβ- und Tau-Akkumulation verbunden ist. Und tatsächlich: „Dosisabhängig“ verringerte ein tägliches Pensum von 5 000 bis 7 500 Schritten im Vergleich zu inaktiven Personen den kognitiven Abbau um 40–51 %. Das sei angesichts steigender Inzidenzen wichtig, so Berlit. Laut aktuellen Prognosen wird die Zahl der Demenz-Kranken auf bis zu 2,7 Millionen im Jahr 2050 ansteigen.