Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) können seit 5 Jahren verordnet werden, erklärte Prof. Dr. med. Claudia Eberle (Fulda). Doch sind sie auch bei Diabetes eine Lösung? Zwischen 2020 und 2050 installierten 40 000 Menschen eine diabetesbezogene DiGA, das entspricht 0,45 % der Menschen mit Diabetes.
Es bestehe also noch Luft nach oben, so Eberle. DiGA könnten eine Lösung bei Versorgungslücken sein, wenn Bedienbarkeit, technische Integration und alternative Eingabeoptionen (Sprache) vorlägen. Bisher fehle aber oft die Barrierefreiheit. Eine Brücke könnten Apps bauen, die z. B. Menschen mit Sehbehinderung mit sehenden Freiwilligen im Livestream oder mit einer KI verlinken, die auch Bilder beschreiben kann. DiGA könnten die Gesundheitsversorgung revolutionieren, schloss Eberle. Ihr volles Potenzial entfalteten sie jedoch nur bei völliger Barrierefreiheit für alle Nutzergruppen.