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Kongress-Ticker

Symposium

Umfrage zu Bräunungsmotiven

Yasmin Niederstenschee

19.10.2026

UV-Strahlung gilt als zentraler Risikofaktor für Hautkrebs, dennoch bräunen sich viele Menschen in Deutschland regelmäßig in der Sonne oder im Solarium. Ein Team um Prof. Dr. phil. Katharina Diehl (Erlangen) ging der Frage nach, welche Motive dahinterstehen.

Grundlage war die 9. Welle des Nationalen Krebshilfe-Monitorings, eine bundesweite Online-Befragung von 4 156 Personen (49,9 % weiblich, Durchschnittsalter 42,7 Jahre): 82,9 % gaben an, sich mind. selten in der Sonne zu bräunen, 39,3 % hatten mind. einmal ein Solarium genutzt.

Für das Sonnenbaden nannten die Teilnehmenden am häufigsten Entspannung (86,1 %), das Empfinden von Licht und Wärme (82,2 %), die Vitamin-D-Aufnahme (81,2 %) sowie eine Stärkung der Gesundheit als Motiv (60,2 %). Bei der Solariennutzung standen Entspannung (70,1 %), Attraktivitätssteigerung (62,3 %), Licht und Wärme (62,0 %) sowie das Vorbräunen für den Urlaub (57,1 %) im Vordergrund. Wichtigster Prädiktor sei jeweils die Häufigkeit der aktuellen Nutzung selbst. Sonnenbräunen wird also öfter mit dem Vitamin-D-Status begründet, die Solariennutzung stärker mit Attraktivität. Diese Kenntnis sei für eine zielgruppengerechte Präventionskommunikation grundlegend, so Diehl.

Symposium „Kurzvorträge Versorgungsforschung“

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