Ein Team der Universitätsmedizin Essen und der Uniklinik Lübeck untersuchte retrospektiv, ob eine SARS-CoV-2-Impfung den Verlauf bei Melanompatientinnen und -patienten unter Erstlinientherapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) beeinflusst: Datengrundlage waren 137 Personen (73 adjuvant, 64 nicht adjuvant), die von 2020 –2023 behandelt wurden.
In der adjuvanten Kohorte zeigte sich kein Überlebensvorteil. Bei nicht adjuvant Behandelten fand sich kein Effekt auf das progressionsfreie Überleben, aber ein längeres Gesamtüberleben bei Geimpften (HR 0,37; 95%-KI 0,16 – 0,84). Das melanomspezifische Überleben war ebenfalls länger, ohne Signifikanz (HR 0,53; 95%-KI 0,21–1,36). Angesichts der retrospektiven Datenlage und kleiner Subgruppen seien die Ergebnisse vorläufig; eine Auswertung weiterer Zentren stehe noch aus.
Auer N et al., JDDG 2026; 24(S5): 15