Erstmals liegt eine eigene Empfehlung zur psychoonkologischen Versorgung von Hautkrebspatientinnen und -patienten vor: Ein Team um den Arbeitskreis Psychosomatische Dermatologie stellte das entsprechende Kapitel in der gleichnamigen neuen S3-Leitlinie vor.
Psychosoziale Faktoren beeinflussten bei onkologischen Hauterkrankungen Krankheitsverarbeitung, Lebensqualität und Versorgungsbedarf erheblich. Je nach Tumorentität, Stadium und Therapie gehe eine dermatoonkologische Erkrankung mit einer deutlich erhöhten psychischen Belastung sowie einer höheren Prävalenz komorbider psychischer Erkrankungen einher. Die neue Leitlinie ergänzt damit die bestehende S3-Leitlinie Psychoonkologie um ein hautkrebsspezifisches Kapitel, das Epidemiologie, Interventionen und Krankheitsmodelle berücksichtigt. Empfohlen wird ein frühzeitiges und wiederholtes Screening auf psychosoziale Belastungen sowie eine bedarfsorientierte psychoonkologische Mitbehandlung. Psychosomatische und psychoonkologische Aspekte seien fester Bestandteil einer dermatoonkologischen Versorgung.
Koechel A et al., JDDG 2026; 24(S5): 158