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Kongress-Ticker

Therapie

Arzneimittelinduzierte Reaktionen

Dr. Corinna Kolac

18.2.2026

Schwere arzneimittelinduzierte Hautreaktionen sind sehr selten und werden daher in klinischen Zulassungsstudien oft nicht erfasst. Sie können lebensbedrohlich sein, folgen keinem einheitlichen Pathomechanismus und lassen sich oft nur schwer differenzieren.

Zu den blasenbildenden arzneimittelbedingten Hautreaktionen gehören epidermale ­Nekrolysen (EN). Wichtige Differenzialdiagnosen sind z. B. auch das durch Infekte ausgelöste Erythema exsudativum multiforme majus (EEMM) und das generalisierte bullöse fixe Arzneimittelexanthem (GBFAE). Beim GBFAE sind anders als beim EN oft begrenzte Areale betroffen. Häufigster Auslöser des GBFAE ist Metamizol. Eine weitere wichtige Differenzialdiagnose ist laut Prof. Dr. med. Maja Mockenhaupt (Freiburg) das bullöse lichenoide Arzneiexanthem. Es ist durch einen langsameren Verlauf gekennzeichnet und entsteht oft im Zusammenhang mit immunonkologischen Therapien wie den PD-1-Antikörpern Pembrolizumab oder Nivolumab. Für die Therapieplanung bei EN ist eine Prognoseabschätzung ratsam. Diese sollte beim Auftreten der Hautreaktion mittels des SCORTEN-Scores erfolgen. Es fließen Alter, Grunderkrankung sowie klinische und laborchemische Parameter ein. Die Therapie sollte möglichst früh, spätestens aber bei einem Progress erfolgen.

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