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Dermatologie

Varikose

Aktuelle Daten zur Sklerotherapie

9.9.2021

Auch wenn die Varikose rezidivierend auftreten kann, gibt es inzwischen vielfältige Behandlungsoptionen, um die Krankheit in den Griff zu bekommen. Aktuell liegen neue Studiendaten zu Polidocanol versus Laserbehandlung vor. Ebenso spannend sind die neuen Empfehlungen der Ende 2020 aktualisierten S2k-Leitlinie zur Sklerosierungsbehandlung der Varikose.

Die Behandlungsziele wie u. a. die Verbesserung des pathologischen Blutflusses können mit drei Therapieformen erreicht werden. Zu den Therapieformen zählen die konservative Therapie, die minimalinvasive Therapie und operative Methoden.

Sklerosierung versus Phlebektomie

In einer randomisierten Studie wurden die Behandlungsmethoden der ultraschallgesteuerten Schaum-Sklero­therapie (UST) und Phlebektomie für die Behandlung von kleinkalibrigen Seitenästen verglichen. Insgesamt nahmen 90 Probanden teil. Sie wurden in zwei Gruppen (je n = 45) eingeteilt. In der einen Gruppe wurde die UST und in der anderen Gruppe eine ambulante Phlebektomie durchgeführt. Die UST überzeugte in diesen Punkten: postoperative Schmerzen > 4 auf VAS mit 15,6 % vs. 44,4 %; Schmerzmittel­einnahme mit 11,1 % vs. 37,8 %; Zufriedenheit mit der Behandlung ≥ 9 auf VAS mit 95,6 % vs. 80 %. Lediglich bei der Erfolgsrate war die Phlebektomie mit 100 % der UST (96 %) überlegen.

Aktuelle Studie: Polidocanol versus Laser

Die Effektivität und Komplikationsrate der Sklero­the­­rapie mit den Polidocanol-Konzentrationen 0,5 und 1 % gegenüber der Behandlung mit einem Nd:YAG-Laser hat eine Forschergruppe bei asympto­matischen C1-Varizen mit einem Durchmesser von < 2 mm untersucht. Insgesamt haben 132 Probanden, die in drei Gruppen aufgeteilt wurden, teilgenommen. Die Besenreiser wurden entweder mit 0,5%igem oder mit 1%igem Polidocanol sklerosiert oder mit dem Laser therapiert. Bei der Mehrheit der Patienten führte die Sklerotherapie zu augenfälligen Verbesserungen und bewährte sich im Vergleich zum Laser bei Besenreisern mit einem Durchmesser von > 1 mm. Die transdermale Laserbehandlung empfehlen manche Experten nur bei kleinen und oberflächlichen Venenveränderungen sowie für Patienten, die unter einer Intoleranz gegenüber Polidocanol oder einer Nadelphobie leiden. Andernfalls muss die Lasertherapie immer mit der Sklerotherapie kombiniert werden. Nur mit der Sklerotherapie lassen sich auch tiefere Nährvenen therapieren, daher ist und bleibt sie der Goldstandard zur Behandlung von Besenreisern.

{ Fazit Die Sklero­therapie ist eine anwenderfreundliche, wirksame und sichere Methode, die sich in jedem Praxisalltag etablieren kann.} Red.

• Empfehlungen nun auf „kann-soll-sollte“-Basis.

• Ziele der Sklerotherapie wurden um den Punkt der Verbesserung der Lebensqualität ergänzt.

• Indikationen der Sklerotherapie für alle Formen der Varikose bleiben bestehen; Schaumsklerosierung wurde als zusätzliche Therapieoption für C1-Varizen aufgenommen.

• Viele Kontraindikationen wurden neu bewertet und entfallen oder wurden von absoluten Kontraindikationen auf relative herabgestuft.

• Technik der Sklerosierung: C1- und C2-Varizen sollten in horizontaler Position punktiert werden. Crossen sollte nach wie vor im Bereich des proximalen Oberschenkels oder der proximalen Wade punktiert werden. Zudem sollen sie an der am sichersten und einfachsten zu erreichenden Stelle punktiert werden (Ultraschallkontrolle der Punktion und Injektion empfohlen).

Meet the Expert „Sklerotherapie: die Therapie für alle Formen der Varikose!“ (Veranstalter: Chemische Fabrik Kreussler & Co. GmbH), virtuell, April 2021

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