In der gynäkologischen Praxis berichten Patientinnen häufig von Migräneattacken begleitend zum prämenstruellen Syndrom (PMS) sowie in der Perimenopause. Ein oft unterschätzter, aber relevanter Kofaktor ist ein Magnesiumdefizit. Studien zeigen, dass Frauen mit hormonbedingten Beschwerden sowie Migränepatienten und -patientinnen häufig einen Magnesiummangel haben, der nachweislich eine Rolle bei der Pathogenese von Migräne spielt.
Ein niedriger Magnesiumspiegel ist mit einem höheren Migräneschweregrad assoziiert und fällt während akuter Attacken zusätzlich ab. Eine solche Hypomagnesiämie liegt – wie in aktuellen Daten diskutiert wird – bereits bei einem Serum-Mg-Wert von unter 0,85 mmol/l vor. Magnesium ist essenziell für die neuromuskuläre Erregungsleitung, die Regulation von Neurotransmittern sowie für vaskuläre Prozesse. Ein Defizit kann die neuronale Übererregbarkeit fördern und die Migräneschwelle senken. Bei einem Magnesiummangel ist Magnesium Diasporal® 300 mg eine gute Empfehlung. Das in Deutschland produzierte und kontrollierte Arzneimittel wird angewandt zur Prophylaxe sowie Behandlung eines Magnesiummangels. Es enthält als Wirkstoff reines Magnesiumcitrat, das gut bioverfügbar ist.