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Datenanalyse

Versichertendaten und zentrales Krebsregister

30.8.2021

Die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen begrüßt, dass der Auf- und Umbau des Hessischen Krebsregisters von einem epidemiologischen zum klinischen Krebsregister abgeschlossen ist. Ab Juli 2021 sollen Daten aus den Krebsregistern der Länder in einem bundesweiten Register zusammengeführt werden. Dies eröffnet Chancen für die medizinische Forschung. Ziel ist es, die Häufigkeit von Krebserkrankungen, ihren Verlauf und die Schwere dieser Erkrankungen besser zu erfassen.  Aus Sicht der TK wäre es ebenso wichtig, dass auch Versichertendaten der gesetzlichen Krankenkassen in das zentrale Register einbezogen werden, denn so könnten wichtige Zusammenhänge, z.B. zu Begleiterkrankungen und deren Therapien, analysiert werden. Das könnte aufzeigen, ob die Einnahme von Medikamenten Einfluss auf das Entstehen von Krebserkrankungen hat, z.B. eine mehrjährige Gabe von Insulin.
Auch ist Früherkennung wichtig. Jedoch wurden diese während der Pandemie vernachlässigt. Nach einer Auswertung der Techniker Krankenkasse nahm im ersten Halbjahr 2019 jede dritte (33%) der anspruchsberechtigten TK-versicherten Frauen einen Früherkennungstermin wahr. Im ersten Halbjahr 2020 war es nur noch jede vierte (27%). Nach Angaben des Hessischen Krebsregisters erkranken in Hessen durchschnittlich jedes Jahr etwa 275 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Gesetzlich versicherte Frauen im Alter von 20 bis 65 Jahren erhalten seit dem vergangenen Jahr von ihrer Krankenkasse regelmäßig eine persönliche Einladung zur Vorsorgeuntersuchung. Alle fünf Jahre werden sie postalisch daran erinnert.
„Seit Einführung des Gebärmutterhalsscreenings in Deutschland im Jahr 1973 ist die Inzidenz, das heißt die Neuerkrankungsrate, in den vergangenen zwei Dekaden von 12,4 auf 8,8 pro 100.000 Einwohner gesunken, während die höchsten Inzidenzen weltweit mit 43,1 pro 100.000 Einwohner geschätzt werden. Dennoch liegen die Inzidenzen in vergleichbaren westeuropäischen Ländern mit 6,8 pro 100.000 Einwohner niedriger als bei uns, sodass eine Evaluation der Screeningmaßnahmen in Deutschland kontinuierlich erfolgen sollte“, so Dr. Kim-Wanner.
Durch das Zusammenführen der Daten der gesetzlichen Krankenkassen und des Krebsregisters können Informationen besser genutzt werden.

Pressemitteilung Techniker Krankenkasse Landesvertretung Hessen, April 2021

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