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Rheumatologie

Cortison und Osteoporose

17.5.2022

Der kurzzeitige Einsatz von Glukokortikoiden bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen – auch in höheren Dosierungen – wird i. d. R. gut vertragen, beim langfristigen Gebrauch drohen hingegen Nebenwirkungen. Eine der häufigsten ist die Gluko­kortikoid-induzierte Osteoporose (GIOP).

So lassen sich bei 30–40 % der Patienten, die rund 4,5 Jahre mit Cortison behandelt wurden, aktuelle oder alte Frakturen nachweisen. Bereits in den ersten drei bis sechs Monaten einer Cortison-Therapie sinke laut Deutscher Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) die Knochendichte um bis zu 12 %. Dabei stehe die Abnahme der Knochendichte in direktem Zusammenhang mit Dosierung und Dauer der Medikamentengabe. Als problematisch erweise sich zudem, dass viele Betroffene aufgrund der medikamentösen Therapie gerade bei kleinen Knochenbrüchen kaum oder gar keine Schmerzen verspüren und diese meist unbehandelt bleiben. Die DGRh rät daher dazu, eine langfristige Cortison-Therapie von Beginn an durch eine calciumreiche Ernährung und die Gabe von Vitamin D zu begleiten. Zusätzlich solle die Knochendichte regelmäßig überprüft und die Gabe von Medikamenten, die den Knochenabbau hemmen oder dessen Aufbau fördern, erwogen werden.

Pressemeldung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e. V., November 2021

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