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Rheumatoide Arthritis

Das neue Disease-Management-Programm

8.4.2021 17:09

Die Rheumatoide Arthritis (RA) ist die häufigste Erkrankung des rheumatischen Formenkreises. In Deutschland leidet fast ein Prozent, also mehr als eine halbe Million Menschen daran. Bei der Autoimmunerkrankung erzeugen körpereigene Abwehrzellen entzündliche Prozesse an der Innenhaut der Gelenke. Zu den Symptomen zählen Schmerzen in den Gelenken (vor allem der Finger oder Zehen), Müdigkeit, Fieber und Manifestationen an inneren Organen, wie z. B. der Lunge, treten auf. „Für den Verlauf und die Lebensqualität des Patienten ist entscheidend, dass die Krankheit so früh wie möglich diagnostiziert und behandelt wird, damit sie die Gelenke nicht unwiederbringlich zerstört und weiter fortschreitet“, erläutert Prof. Dr. med. Christof Specker, Direktor der Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie der Kliniken Essen-Mitte, 1. Vizepräsident der DGRh.
Nun hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ein Disease-Management-Programm (DMP) für die RA beschlossen. Für die Entwicklung des DMP-RA wurde auf die Leitlinien der DGRh zurückgegriffen. DGRh-Experten waren als Sachverständige an der Erstellung des Programms beim G-BA beteiligt. „Das DMP ist ein strukturiertes Behandlungsprogramm, das Patienten durch eine frühe und moderne Behandlung eine Remission oder zumindest eine geringe Krankheitsaktivität sichern soll“, so Specker.
Die DMP wird in der Regel von gesetzlichen Krankenkassen in Zusammenarbeit mit Ärzten angeboten. Diese Praxen müssen natürlich bestimmte Qualitätsansprüche erfüllen. „Die DMPs sind grundsätzlich Hausarzt-zentriert, und Rheumatologen sind als die Spezialisten gefordert. Sie können aber – erstmalig bei einem DMP – hier auch die koordinierende Funktion übernehmen, die sonst nur den Hausärzten vorbehalten ist“, so Prof. Dr. med. Martin Fleck, Chefarzt der Klinik und Poliklinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie, Asklepios Fachkrankenhaus Bad Abbach, welcher auch als Sachverständiger die Verhandlungen begleitet hat. Grundsätzlich ist der Austausch zwischen Hausärzten und Rheumatologen ein wichtiger Faktor.

Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh), März 2021

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