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Rheuma

Aktualisierte Handlungsempfehlungen

20.7.2021

Eine entzündlich-rheumatische Erkrankung gilt nicht als Risikofaktor für eine Erkrankung an oder einen schweren Verlauf von COVID-19. Eine medikamentös unzureichend kontrollierte, sich in einem aktiven Schub befindliche Rheumaerkrankung dagegen gilt als Risikofaktor für einen schweren Verlauf. Gerade in Pandemiezeiten sollten daher die Patienten ihre Medikation unverändert fortsetzen – dafür sprechen sich auch die aktuellen DGRh-Empfehlungen aus. Erst bei Symptomen einer COVID-19-Erkrankung sollten die sogenannten DMARDs pausiert werden. Eine Cortison-Therapie bis ca. 10 mg pro Tag bei einer rheumatischen Erkrankung sollte dagegen fortgeführt werden. Bei Dosen, die täglich über 10 mg liegen, muss individuell entschieden werden. Liegt ein positiver PCR-Test ohne Symptome von COVID-19 vor, kann ein Pausieren bestimmter Rheumamedikamente (ts- oder b-DMARDs) für wenige Tage erwogen werden.
Auch im Vorfeld einer Impfung sollten antirheumatische Medikamente nicht abgesetzt werden. Zwar können bestimmte Wirkstoffe die Bildung von Antikörpern abschwächen, der Impferfolg ist aber trotzdem gewährleistet. „Eine gute Krankheitskontrolle ist auch hier wichtiger als das Erreichen einer optimalen Immunantwort auf die Impfung“, betont DGRh-Präsident Prof. Dr. med. Andreas Krause aus Berlin. Auch die Antikörperkontrolle ist nicht aussagekräftig genug. „Die Bedeutung des Antikörpertiters für den Immunschutz gerade bei der Infektion mit SARS-CoV-2, welcher durch sogenannte neutralisierende Antikörper und zytotoxische T-Zellen vermittelt wird, ist unbekannt. Daher ist die Bestimmung der Antikörper für eine Aussage zum Immunschutz nicht geeignet“, betont Prof. Dr. med. Hendrik Schulze-Koops, 2. Vizepräsident der DGRh aus München und stellvertretender Sprecher der COVID-19-Kommission.
Es gibt keine Anzeichen für vermehrte Impfnebenwirkungen bei Rheuma-Patienten, jedoch raten die DGRh-Experten Menschen, deren rheumatische Grunderkrankung mit einer Störung der Blutgerinnung verbunden ist, einen mRNA-Impfstoff zu wählen.

Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh), Juni 2021

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