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Ovarialkarzinom:

Risiko hängt von Menarche- und Menopausenalter ab

17.4.2026

Eine Kohortenstudie aus Südkorea untersuchte bei mehr als 2 Millionen Frauen ab 40 Jahren den Zusammenhang zwischen reproduktiven Faktoren und dem Ovarialkarzinomrisiko.

Insgesamt traten 10 729 Ovarialkarzinome auf. Die Analyse zeigt, dass eine frühe Menarche, eine späte Menopause sowie eine lange reproduktive Lebensspanne mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko assoziiert waren. Demgegenüber war eine Parität von mindestens 2 Geburten bei prä- und postmenopausalen Frauen mit einem reduzierten Risiko verbunden.

Differenziert nach Menopausenstatus ergaben sich relevante Unterschiede: Bei prämenopausalen Frauen waren zusätzlich eine Stilldauer von mindestens 12 Monaten und die Einnahme oraler Kontrazeptiva über mindestens 1 Jahr mit einer Risikoreduktion assoziiert. Bei postmenopausalen Frauen zeigte sich dieser protektive Zusammenhang dagegen nicht. Stattdessen waren in dieser Gruppe ein später Menopauseneintritt, eine längere reproduktive Spanne sowie eine Hormonersatztherapie über 2 bis unter 5 Jahren mit einem höheren ­Ovarialkarzinomrisiko verbunden.

Der protektive Effekt höherer Parität war in älteren Geburtsjahrgängen deutlicher, während er in der 1960er-Kohorte weitgehend abgeschwächt war. Dies interpretiert die Autorengruppe im Kontext des Fertilitätsrückgangs. Die Ergebnisse stützen damit die Hypothese, dass sich reproduktive Risikomuster im Zuge demografischer Veränderungen verschieben.

Kim JH et al., JAMA Netw Open 2026; 9(2): e2556840

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