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Ophthalmologie

Das Tor zur Gesundheit

11.5.2021

Am Auge kann der Zustand unserer Körpergesundheit abgelesen werden. Bei Bluthochdruck finden sich typische Gefäßveränderungen an der Netzhaut. „Die Gefäße sind verengt und gestreckt, wir sehen winzige Blutungen und Schwellungen“, erläutert Prof. Dr. med. Gerd Geerling, Direktor der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Düsseldorf und Vizepräsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG).
Auch Schilddrüsenerkrankungen machen sich im Auge bemerkbar. „In diesem Fall zeigt sich die Lederhaut, das ‚Weiße‘ über der Iris unterhalb des Oberlides, an einem oder beiden Augen“, sagt Geerling. Schwankt die Sehschärfe an einem Tag, könnte ein Diabetes mellitus dahinterstecken. Auf der Netzhaut können sich winzige Blutungen, Aussackungen oder Gefäßneubildungen zeigen.
Auch infektiöse Erkrankungen werden zuerst am Auge sichtbar. Eine Borreliose macht sich als Entzündung an jedem Teil des Auges (Bindehaut, Hornhaut oder am Lid) bemerkbar. Eine Tuberkulose kann eine starke Rötung und Sehverschlechterung verursachen.
„Bei älteren Menschen meldet sich eine Riesenzellarteriitis, eine schwere Form einer rheumatischen Gefäßentzündung, oft mit plötzlichem Sehverlust und schweren Kopfschmerzen in der Schläfengegend“, so der Experte. Verhärtete, geschlängelte Schläfenarterien, die auf leichten Druck hin schmerzen, sind wichtige Hinweise, die weiterer Abklärung bedürfen.
Bei Multiple Sklerose sieht der Patient unscharf, Farben erscheinen blass, und die Augenbewegungen schmerzen. Das ist auf eine Sehnerventzündung zurückzuführen.
Bei diesen Symptomen sollte der Augenarzt weitere Untersuchungen in die Wege leiten.

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