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Klinikbehandlungen von Essstörungen

Fast die Hälfte sind 10- bis 17-jährige Mädchen

15.10.2026

Immer mehr Mädchen werden wegen Essstörungen im Krankenhaus behandelt. Die Zahl der Fälle von 10- bis 17-Jährigen hat sich binnen 20 Jahren verdoppelt: von gut 2.800 im Jahr 2004 auf knapp 6.000 im Jahr 2024. Damit machten Mädchen in dieser Altersgruppe 2024 nahezu die Hälfte (48,1 %) aller wegen Essstörungen Behandelten aus, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. 2004 hatte ihr Anteil noch bei einem Viertel (24,9 %) gelegen.

Insgesamt ist die Zahl der wegen Essstörungen Behandelten leicht gestiegen: auf 12.400 Fälle im Jahr 2024. Das waren 2,2 % mehr als 2023 (12.100 Fälle) und 8,0 % mehr als 2004 (11.500 Fälle). Die häufigste Diagnose war 2024 Magersucht (Anorexie) mit 9.000 Behandlungsfällen vor Ess-Brech-Sucht (Bulimie) mit 1.300 Fällen.

Über alle Altersgruppen hinweg werden Mädchen und Frauen häufiger wegen Essstörungen stationär behandelt als Jungen beziehungsweise Männer. Isgesamt 11.500 oder 92,9 % der mit dieser Diagnose im Jahr 2024 Behandelten waren Frauen. Im Jahr 2004 waren es 10.100 Patientinnen mit einem Anteil von 88,5 %. rb

Methodische Hinweise: Bei den Daten aus der Krankenhausstatistik handelt es sich jeweils um die Zahl der stationären Behandlungsfälle. Mehrfachzählungen einer Person sind möglich, falls diese im jeweiligen Berichtsjahr aufgrund der gleichen Hauptdiagnose mehrfach stationär behandelt wurde. Essstörungen fallen unter die ICD-10-Diagnose F50.

Pressemitteilung: „Klinikbehandlungen von Essstörungen: 48,1 % sind 10- bis 17-jährige Mädchen“. Statistisches Bundesamt (Destatis), Wiesbaden, 11.8.2026 (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-der-Woche/2026/PD26_33_p002.html).

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