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Basales Brustkarzinom

Kein YAP-Protein, kein Tumorwachstum

Ein Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)-Forscherteam um Walter Birchmeier berichtet im Fachjournal „Cancer Research“, das Krebs die Unterstützung des YAP-Proteins benötigt, um das Wachstum von Krebsstammzellen anzukurbeln. Ziel der aktuellen Studie war es, die Zusammenhänge zwischen dem Wnt-Signalweg und YAP aufzuklären. Doktorandin Hazel Quinn, Erstautorin der Arbeit, schaltete dafür bei Mäusen, bei denen die Wnt-Signalkaskade aktiviert ist und basaler Brustkrebs induziert wurde, gleich zu Beginn des Tumorwachstums das YAP-Gen aus. Es zeigte sich, dass die Mäuse in der Kontrollgruppe innerhalb von Wochen massive Tumoren entwickelten, wohingegen dies bei den YAP-Knockout-Mäusen ausblieb. „Ohne YAP sehen wir keine Brusttumoren. YAP ist demnach notwendig für die Entstehung und Ausbreitung des Tumors“, sagt Quinn. In Gewebeschnitten hat die Wissenschaftlerin mit Färbungen und spezifischen Antikörpern YAP in den Zellkernen sichtbar gemacht: Die Alveolen sind bei ausgeschaltetem YAP-Gen gut erkennbar und frei von Tumoren. Im Gewebe der Kontrollgruppe sind sie fast unsichtbar, da das wuchernde Karzinom sie verdrängt. „Da wir nun wissen, wie wichtig YAP für diese Zellen ist, könnte die Kombination von YAP-Inhibitoren, die keine unspezifischen Nebenwirkungen zeigen, und herkömmlichen Therapiestrategien die Chance der Patientinnen auf ein Überleben ohne Rückfall verbessern“, sagt Quinn. Dass es funktionieren könnte, zeigte Quinn an Mäusen, indem sie die YAP-Aktivität mit den für andere Krankheiten zugelassenen Wirkstoffen Simvastatin oder Verteporfin hemmte. Beide Inhibitoren reduzierten das Tumorvolumen deutlich. Eine gezielte Therapie des basalen Brustkarzinoms könnte dank YAP-Inhibitoren künftig möglich sein. Bislang existiert noch kein hochpotenter und zugleich gut verträglicher Wirkstoff. „Derzeit werden Kombinationstherapien mit Inhibitoren favorisiert, die an verschiedenen Stellen von Signalwegen eingreifen“, so Birchmeier.

Quelle: Pressemitteilung Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft, März 2021

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