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Dermatologie

Diagnose­instrument

Anpassung beim Paracelsus-Score

Dr. rer. nat. Reinhard Merz, Yasmin Niederstenschee

19.8.2026

Der PARACELSUS-Score gilt als sensitivstes Diagnose­instrument für das Pyoderma gangraenosum (PG), seine Spezifität war bislang jedoch limitiert. In einer internationalen Multicenter-Studie mit 1 403 Fällen aus 14 Zentren in 7 Ländern verglichen Forschende verschiedene Cut-off-Werte des Scores an 85 unterschiedlichen Wundentitäten, darunter 180 gesicherte PG-Fälle.

Wurde die Schwelle von bislang ≥ 10 auf > 10 Punkte angehoben, verbesserten sich Spezifität (93,2 auf 96,8 %), positiver Vorhersagewert (68,4 auf 81,9 %) und Gesamtgenauigkeit (94,1 auf 97,0 %) signifikant, bei nahezu unveränderter Sensitivität (100 auf 98,3 %). Eine verzögerte oder falsche Diagnose des PG könnte zu unnötigen Eingriffen und einer inadäquaten, langwierigen Behandlung mit entsprechend höheren Kosten führen. Der Score sei allerdings als eine Entscheidungshilfe zu verstehen, die eine sorgfältige klinische Abwägung nicht ersetze, so das Forschungsteam. Eine Hautbiopsie bleibe zudem bei erhöhten Scores dennoch wichtig, um relevante Differenzialdiagnosen wie Vaskulitis oder Calciphylaxie sicher auszuschließen.

Moelleken M et al., J Am Acad Dermatol 2026; 94(6): 1738–46

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