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Kongres-Ticker

Künstliche Intelligenz

KI 3: Patientinnenbegleitung via App

Dr. rer. nat. Reinhard Merz

13.2.2026

Der demografisch bedingte Rückgang niedergelassener Frauenarztpraxen trifft auf eine jüngere, digital affine Patientinnengeneration mit hohem Bedarf an flexibler und niedrigschwelliger Betreuung. App-basiertes Patientinnenmonitoring adressiert diese Diskrepanz, indem es kontinuierliche Begleitung zwischen den Präsenzkontakten ermöglicht und klassische Versorgungsmodelle sinnvoll ergänzt.

Die Evidenzlage für digitale Monitoring- und Interventionsansätze in der Schwangerschaft stellte Prof. Dr. med. Stephanie Wallwiener (Halle) vor. Besonders gut untersucht ist der Gestationsdiabetes: Telemedizinisch unterstütztes Blutzuckermonitoring mit strukturierter Datenerfassung, Schwellenwert-basierten Rückmeldungen und Zwischenkontakten zeigt in Metaanalysen signifikante Vorteile gegenüber der Standardversorgung, unter anderem hinsichtlich glykämischer Kontrolle, Reduktion maternaler und neonataler Komplikationen sowie geburtshilflicher Outcomes. Ähnliche Effekte finden sich beim digitalen Blutdruckmonitoring.

Ein weiterer zentraler Anwendungsbereich ist die mentale Gesundheit. App-basierte psychoedukative und psychotherapeutische Interventionen können Geburtsangst und depressive Symptome prä- und postpartal signifikant reduzieren, insbesondere bei vorbestehenden psychischen Erkrankungen.

Session „KI und Telemedizin 2“

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