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Kongress-Ticker

Opioidanalgetika-Verordnungen

Keine Hinweise auf Opioidkrise

Dr. rer. nat. Anne Benckendorff

15.5.2026

Opioidanalgetika-Verordnungen sind hierzulande rückläufig und sanken zwischen 2005 und 2020 um 19 %. Weil außerdem keine Zunahme von opioidbedingten Todesfällen oder eine mit den USA vergleichbare Krisendynamik zu beobachten ist, sehen das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) derzeit keine Hinweise auf eine mögliche Opioidepidemie in Deutschland.

Gemäß einer Analyse von Krankenkassendaten werden vor allem ältere, multimorbide Patientinnen und Patienten von ihren Hausärztinnen und Hausärzten mit Opioiden behandelt.

So erhielten im Jahr 2021 insgesamt 5,7 % der bei der BARMER Krankenversicherten mindestens eine Opioidverordnung; 1,9 % bekamen eine Langzeitverordnung (mehr als 91 Tagesdosen).

Bei diesen Patienten und Patientinnen waren im Durchschnitt 13 chronische Erkrankungen dokumentiert. Frauen erhielten häufiger Opioide als Männer und mit zunehmendem Alter nahm auch die Verordnungsrate zu, und zwar mit einem deutlichen Gipfel bei den über 80-Jährigen. Am häufigsten wurden dabei die Wirkstoffe Tilidin und Tramadol verordnet.

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