- Anzeige -
Kongress-Ticker

Medikationsumstellung

Epilepsie und Schwangerschaft

Angelika Ramm-Fischer

19.1.2026

Die Rate an Missbildungen durch Antiepileptika in der Schwangerschaft ist in den vergangenen zwei Dekaden deutlich gesunken: Von 6,1 % auf derzeit 3,7 %, wie Prof. Dr. med. Felix Rosenow (Frankfurt/Main) erklärte.

Vor jeder geplanten Schwangerschaft sollten sich die Paare in neurologischen und gynäkologischen Praxen über die Risiken beraten lassen, auch, um ggf. frühzeitig eine Medikationsumstellung zu veranlassen, meinte Rosenow. Weil jedoch etwa jede dritte Schwangerschaft ungeplant eintritt, empfiehlt er Epileptikerinnen schon ab der Menarche auf Medikamente einzustellen, die kein teratogenes Risiko bergen. Welche das sind, ließe sich auch in den Registern zu Epilepsie und Schwangerschaft, wie dem EURAP-Register (https://eurapinternational.org), nachlesen.

Das Risiko, die Epilepsie zu vererben, sei allerdings bei fokalen Epilepsien sehr gering. Bei generalisierten Formen bewege sich das Risiko – vorausgesetzt nur ein Elternteil ist erkrankt – zwischen 5 und 7 %, erläuterte Rosenow.

Auch eine Folsäureprophylaxe wird empfohlen, um das Risiko von Fehlbildungen, vor allem des Rückenmarks, zu reduzieren. Laut Rosenow entbindet die große Mehrzahl aller Epilepsie-Patientinnen auf natürlichem Wege gesunde Kinder und auch das Stillen ist in aller Regel möglich.

Lesen Sie mehr und loggen Sie sich jetzt mit Ihrem DocCheck-Daten ein.
Der weitere Inhalt ist Fachkreisen vorbehalten. Bitte authentifizieren Sie sich mittels DocCheck.
- Anzeige -

Das könnte Sie auch interessieren

123-nicht-eingeloggt