Die menschliche Gesundheit ist von einer gesunden Erde und intakten Ökosystemen abhängig. Das gilt besonders für vulnerable Menschen wie jene mit COPD. Eine bewährte Dosieraerosoltherapie mit neuem, klimafreundlichem Treibgas erweist sich als wirksam und als mehrfach nachhaltig.
Die Erderwärmung schreitet mit den steigenden CO2-Emissionen fort. Fachleute der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehen davon aus, dass aufgrund des Klimawandels von 2030 bis 2050 jährlich etwa 250 000 Menschen zusätzlich sterben. Zudem rechnen sie mit steigenden Inzidenzen und schlechteren Verläufen vieler Krankheiten, z. B. Atemwegserkrankungen. „Die Folgen des Klimawandels sind spürbar. Besonders Hitze triggert entzündliche Lungenkrankheiten. Es ist höchste Zeit, zu handeln“, so Prof. Dr. med. Claudia Traidl-Hoffmann, Direktorin der Umweltmedizin am Universitätsklinikum Augsburg und des Instituts für Umweltmedizin, Helmholtz Munich.
Dekarbonisierung der COPD-Therapie durch Krankheitskontrolle und neue Treibmittel
Luftverschmutzung und Klimawandel können die Entstehung einer COPD begünstigen und ihren Verlauf verschlechtern. Die stationäre Versorgung hinterlässt einen bis zu 80-fach größeren CO2-Fußabdruck als eine hausärztliche Betreuung. Daher reduzieren Maßnahmen, die exazerbationsbedingte Hospitalisierung verhindern und gute Krankheitskontrolle gewährleisten, nicht nur das Patientenleid. Sie können sich auch positiv auf die Umwelt auswirken, sagte Dr. med. Sabine Lampert, Pneumologin in Erlangen. Dazu könne die Triple-Therapie mit Budesonid/Glycopyrronium/Formoterol (BUD/GLY/FORM) deutlich beitragen, denn sie adressiere wesentliche Exazerbationstreiber: Entzündung, Sauerstoffmangel und Lungenüberblähung.
Treibmittel zum Teil unverzichtbar
In der Zulassungsstudie KRONOS senkte die Triple-Therapie das Risiko für eine mittelschwere oder schwere Exazerbation vs. GLY/FORM um 52 % (p < 0,0001). Die Number Needed to Treat (NNT), um eine mittelschwere/schwere Exazerbation zu verhindern, lag bei 3. In der zweiten Zulassungsstudie ETHOS reduzierte BUD/GLY/FORM das Risiko für schwere Exazerbationen mit Hospitalisierung oder Todesfolge vs. BUD/FORM um 20 % und senkte das Sterberisiko vs. GLY/FORM um 49 % (sek. Endpunkt) v. a. durch Senkung der kardiovaskulären Mortalität. Kleine Kinder, sehr alte und andere vulnerable Menschen könnten oft nur mit einem treibmittelhaltigen Inhalator korrekt inhalieren und ihre Krankheit so kontrollieren, so Lampert. Etwa 75 % aller weltweit verschriebenen Inhalatoren seien Dosieraerosole, deren herkömmliche Treibmittel sich ungünstig auf das Klima auswirken.
Nun wurde die Kombination BUD/GLY/FORM erstmals auf ein klimaschonendes Treibmittel der nächsten Generation umgestellt. Die Bioäquivalenz zur Darreichung mit dem bisher verwendeten Treibmittel sowie ein konsistentes Sicherheitsprofil wurde in einer Studie nachgewiesen [1].
Digitales Pressegespräch „Trixeo Aerosphere (BUD/GLY/FORM) mit Treibmittel der nächsten Generation: Für COPD-Patient:innen und die Umwelt“ (Veranstalter: AstraZeneca GmbH), Januar 2026